01 November 2018

Germany: Jekyll & Hyde • 1939 - Deutschland von Innen betrachtet

Meine Wertung

Wer ist hier gemeint?


"...... verfolgt keine Idee, dient keinem Volk, hat kein staatsmännisches Konzept, sondern befriedigt einzig und allein sein Ego. Seine Motive sind sture Eigenliebe, Erbitterung und eine korrupte Phantasie. Die Ziele, die er in der genannten Reihenfolge zu verwirklichen sucht, und zwar nur so weit, wie sie das vorangehende Ziel nicht gefährden, sind:
1. Seine persönliche Macht zu erhalten und zu erweitern;
2. Rache an allen Personen und Institutionen zu nehmen, gegenüber denen er Haß empfindet, und das sind viele;
3. [...]
Alles andere ist vorgetäuscht und Taktik. In der enormen Hartnäckigkeit und in der Skrupellosigkeit seiner Eigenliebe liegt Größe, und genialisch ist, wie er bestimmte Formen der Macht instinktiv erfasst und ausnutzt. Insgesamt ist sein Charakter, dessen Grundzüge Erbitterung und auffallend schlechter Geschmack sind, ungewöhnlich abstoßend, häßlich und hinterhältig. Güte, Großzügigkeit, Ritterlichkeit, Humor und sogar Mut gehen ihm völlig ab. Er ist ein armseliger Mensch - ohne Würde, ohne Haltung, ohne wahre Größe."


Sebastian Haffner meinte in seinem 1940 erschienen Buch "Germany: Jekyll & Hyde" Adolf Hitler, aber könnte es sein, dass wir heute einen anderen Staatslenker im Auge haben? Das allein beweist schon, wie erhellend es ist, dieses Buch heute und gerade heute zu lesen. Winston Churchill hat die hier vorliegende englische Übersetzung des Buches zur Pflichtlektüre für sein Kabinett gemacht und was für Churchill Recht war, sollte für uns allemal billig sein!

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